Schritt für Schritt zum perfekten Sicherheitsschuh

knieschmerzenWelcher Schuh ist der richtige für mich und meine Anforderungen?

Fußschutz gibt es in unzähligen Varianten – verschiedene Modelle (Berufsschuhe, Sicherheitsstiefel, Clogs, Gummistiefel, …) von unterschiedlichen Top-Marken (Elten, Jori, Abeba, Atlas, Dikamar, …). Bei der geeigneten Produktauswahl geht es nicht nur um die Erfüllung der entsprechenden Normen, sondern an erster Stelle um Ihre Gesundheit. Nicht selten kommt man abends mit Rückenbeschwerden, Gelenk- und Knieschmerzen nach Hause, ohne genau zu wissen, woher die Leiden eigentlich kommen.

RückenschmerzenDie schlechte Nachricht: Fast jeder Zweite in Deutschland leidet unter Rückenschmerzen. Bei Nichtbehandlung führt das oft zur Arbeitsunfähigkeit.

Die gute Nachricht: Der Rückenschmerz kann bereits durch richtiges Gehen und Stehen gelindert bzw. verhindert werden.

Doch welches ist nun das geeignete Schuhwerk für Ihren Einsatzbereich und dabei noch bequem sowie rückenschonend? Schutzklasse S1P, ESD oder EN ISO 20345? ASTA klärt auf.

Sicherheitsschuh oder Berufsschuh? Die Zehenschutzkappe macht den Unterschied.

Laut Europäischen Normen (EN) muss zum Schutz vor Stößen, Quetschungen und spitzen Gegenständen an gefährdeten Arbeitsplätzen zwingend Fußschutz getragen werden. Das bedeutet, dass der Arbeitsschuh mit einer Schutzkappe (Stahl, Kunststoff, Aluminium) ausgestattet sein muss. Ist dies der Fall, spricht man von einem Sicherheitsschuh nach EN ISO 20345.

Wenn Sie in Ihrem beruflichen Alltag keinerlei mechanischen Risiken ausgesetzt sind, dann sind Berufsschuhe nach EN ISO 20347 die richtige Wahl. Diese haben keine Zehenschutzkappe.

EN ISO 20345 – Sicherheitsschuhe (mit Zehenschutzkappe)

Sicherheitsschuhe in S1, S2 oder S3 - Wo ist der Unterschied?

Die in der Norm EN ISO 20345 festgelegten Grundanforderungen müssen erfüllt sein, um den Schuh als Sicherheitsschuh zu klassifizieren. Dafür muss die Zehenschutzkappe der Testenergie von 200 Joules (das entspricht in etwa einem Gegenstand mit 20 kg) standhalten.

Vom Basisschuh mit der Kennzeichnung „SB“, der lediglich die Grundanforderungen erfüllt, bis zur Schutzklasse „S5“ - folgende Sicherheitsklassen unterscheidet man entsprechend der Einsatzbereiche:

Trockene Umgebung

SB: Schuh mit Schutzkappe. Die Grundanforderungen laut Norm EN ISO 20345 sind erfüllt

S1: Zusätzlich zu der Zehenschutzkappe hat der Schuh folgende Eigenschaften: Antistatik, Kraftstoffbeständigkeit, geschlossener Fersenbereich und Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich

S1P: Wie S1 und mit einer durchtrittsicheren Sohle ausgestattet

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Nasse Umgebung

S2: Wie S1, zuzüglich wasserabweisendem Obermaterial

S3: Die Ausstattung eines S2 Schuhs wird ergänzt durch Durchtrittschutz und Profilsohle

S4: Wie S2, plus wasserdichte Behandlung

S5: Wie S3, plus wasserdichte Behandlung

EN ISO 20347 – Berufsschuhe (ohne Zehenschutzkappe)

Für die Bezeichnung „Berufsschuh“ müssen die Grundanforderungen der Norm EN ISO 20347 erfüllt sein – nur geeignet für den Einsatz in Arbeitsbereichen, wo keinerlei Gefahr vor mechanischen Risiken besteht.

Diese Sicherheitsklassen unterscheidet man, angefangen beim Basisschuh mit der Kennzeichnung „OB“, bis zur Klasse „O5“:

Trockene Umgebung

OB: Basisschuh

O1: Der Basisschuh hat zusätzlich folgende Eigenschaften: Antistatik, geschlossener Fersenbereich und Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich.

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Nasse Umgebung

O2: Wie O1, zuzüglich wasserabweisendem Obermaterial

O3: Die Ausstattung eines O2 Schuhs wird ergänzt durch Durchtrittschutz und Profilsohle

O4: Antistatik und Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich

O5: Wie O4, plus Durchtrittschutz und Profilsohle

Neben den Angaben zu den Normen, gibt es noch zahlreiche Zusatzkennzeichnungen. Die wichtigsten werden hier beschrieben:

Zusatzangaben

A: Antistatischer Schuh

AN: Fußknöchelschutz

C: Leitfähigkeit

CI: Kältebeständige Sohle

CR: Schnittfestigkeit

DGUV: Orthopädischer Sicherheitsschuh

E: Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich

ESD: (=electrostatic discharge) Elektrostatische Aufladungen werden kontrolliert über den Schuh abgeleitet. (In erster Linie zum Schutz elektrostatisch gefährdeter Bauelemente.)

FO: Öl- und benzinbeständige Sohle

HI: Wärmebeständiger Schuh

HRO: Verhalten der Sohle gegenüber Kontaktwärme

I: Elektrisch isolierendes Schuhwerk

M: Mittelfußschutz

P: Durchtrittsichere Sohle

SRA: Rutschhemmung auf mit Wasser und Reinigungsmitteln benetzten Keramikfließen

SRB: Rutschhemmung auf mit Glycerin benetztem Stahlboden

SRC: SRA+SRB

WRU: Beständigkeit des Schuhoberteils gegen Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme

WR: Wasserabweisend

 

Ziemlich viele Informationen. Behalten Sie den Überblick mit dem kostenlosen Infoblatt-Download.

Für besondere Füße und die damit verbundenen speziellen Anforderungen, gibt es individuelle Lösungen, die uns nicht nur vor Arbeitsunfällen schützen, sondern auch ein schmerzfreies sowie behagliches Gehen und Stehen unterstützen.

DGUV Regel 112-191 (BGR 191) – Orthopädischer Fußschutz

Im Arbeitsalltag leiden viele Menschen an Schmerzen aufgrund von Fußfehlstellungen. Orthopädischer Fußschutz sorgt neben der Arbeitssicherheit auch für persönliches Wohlbefinden.

Die berufsgenossenschaftliche Regel zum orthopädischen Fußschutz DGUV 112-191 (früher: BGR 191) regelt die Nutzung von Knie- und Fußschutz bei der Arbeit, um Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle zu vermeiden. Im umfangreichen ASTA Sortiment gibt es zahlreiche Sicherheitsschuhe, welche dementsprechend zertifiziert sind und die häufigsten orthopädischen Problemstellungen abdecken.

Individuelle Einlegesohlen – Semi-orthopädische Fußversorgung

Für eine gleichmäßige Gewichtsverteilung und Dämpfung, gibt es Einlagen mit einer unterschiedlich starken Ausprägung der Längsgewölbestütze, welche die individuelle Fußform unterstützen. Das Tragen von Einlegesohlen hat zur Folge, dass Rücken, Schmerz- sowie Druckpunkte entlastet werden und man bequem durch den Tag geht.

Wichtig: Verwenden Sie nur für Ihre Sicherheitsschuhe zugelassene Einlegesohlen!

Welcher Fußtyp bin ich?

Jeder Fuß ist anders. Doch man unterscheidet diese drei Profile:

 

LOW - Senkfuß: Komfortable Dämpfung durch Unterstützung des zu flachen Längsgewölbes.

MEDIUM - Normalfuß: Für spürbar mehr Komfort bei intaktem Längsgewölbe.

HIGH - Hohlfuß: Zur effektiven Stoßdämpfung bei einem zu hohen Längsgewölbe.

Gehen und Stehen ohne Schmerzen

Zum Beispiel mit den ELTEN SensiCare Einlegesohlen für Damen und Herren. Die unterstützenden und leichten Einlagen wirken schmerzvorbeugend, rückenschonend und die Füße des Trägers ermüden weit weniger schnell. Fühlen Sie sich länger fit!

Außerdem gibt es Schuhmodelle in unterschiedlichen Breiten (XB, XXB) speziell für schmale oder kräftige Füße sowie extra Modelle für Frauen, die auf einem speziellen Damen-Leisten gefertigt wurden.